3M One-component adhesives
Einkomponentenklebstoffe werden ohne vorheriges Mischen verarbeitet und eignen sich für viele Montage-, Dicht- und Fertigungsprozesse.
1K-Systeme sind gebrauchsfertig und reduzieren Mischfehler im Prozess.
Aushärtung kann über Feuchtigkeit, Wärme, Lösemittel-/Wasserabgabe oder Abkühlung erfolgen. Fahrzeug- und Metallbau – elastisches Kleben und Abdichten von Nähten und Fugen. Bei 1K-Klebstoffen muss die Auswahl auf Fügematerialien, sichtbare Klebefuge und Belastungsart abgestimmt sein.
01
Eigenschaften und Funktionen von 3M 1 K-Klebstoffe
Für die Auswahl ist zu unterscheiden, ob die Klebfuge ihre Festigkeit durch chemische Reaktion oder durch physikalisches Trocknen erhält. Das beeinflusst insbesondere den Fügetakt bei wenig saugenden Werkstoffen. Vor Serienfreigabe sollten Klebstoffauftrag, Handhabungsfestigkeit und Endbelastung am Originalbauteil erprobt werden.
-
1K-Systeme sind gebrauchsfertig und reduzieren Mischfehler im Prozess
-
Aushärtung kann über Feuchtigkeit, Wärme, Lösemittel-/Wasserabgabe oder Abkühlung erfolgen
-
Viskosität und offene Zeit beeinflussen Auftrag, Positionierung und Taktzeit
-
Elastische Kleb-/Dichtstoffe können Bewegungen und unterschiedliche Wärmeausdehnung aufnehmen
-
Substrat, Spaltmaß, Belastung und Temperatur bestimmen die geeignete Klebstoffchemie
02
Empfohlene Anwendungen
-
Fahrzeug- und Metallbau: elastisches Kleben und Abdichten von Nähten und Fugen
-
Innenausbau und Möbel: Kleben von Holz, Textil, Schaum und Verkleidungen
-
Elektronik: schnelle Fixierung und Verguss-nahe Montage mit Schmelzklebstoffen
-
Dämmtechnik: flächiges Kleben von Isolier- und Akustikmaterialien
-
Produktion: einfache Verarbeitung ohne separates Mischen zweier Komponenten
Produktvergleich: 3M 1 K-Klebstoffe
| Produkt / Serie | Aufbau / System | Wichtige Eigenschaften | Empfohlene Anwendung |
| 3M™ FastBond™ Schaumstoffklebstoff 1100NF |
Wasserbasierter, einkomponentiger Klebstoff auf synthetischer Elastomerbasis |
Schnelle Anfangshaftung, hohe Temperaturbeständigkeit und weniger als 1 % VOC nach Gewicht |
Verklebung von Schaumstoffen, Textilien und Dämmmaterialien mit Holz, Metall und geeigneten Kunststoffen |
| 3M™ Marine-Kleb-/Dichtstoff 4200FC |
Einkomponentiger, feuchtigkeitshärtender Polyurethan-Kleb-/Dichtstoff |
Schnelle Aushärtung, dauerelastisch, wasser- und witterungsbeständig; ermöglicht spätere Demontage |
Abdichten und Verkleben von Decksbeschlägen, Fugen, Durchführungen und Bauteilen im Boots- und Schiffbau |
| 3M™ Scotch-Weld™ Schmelzklebstoff 3738 |
Thermoplastischer Schmelzklebstoff für die Heißverarbeitung |
Schneller Festigkeitsaufbau beim Abkühlen, hohe Auftragsleistung und vergleichsweise lange offene Zeit |
Holzverarbeitung, Möbelbau, Kartonagen, Displays und industrielle Montage |
| 3M™ Scotch-Weld™ Kunststoffklebstoff 1099 |
Lösemittelbasierter, einkomponentiger Klebstoff auf Nitrilkautschukbasis |
Hohe Klebfestigkeit auf vielen Kunststoffen, gute Beständigkeit gegen Öl, Kraftstoffe und Weichmachermigration; durch Wärmeaktivierung höhere Festigkeit erreichbar |
Verkleben von Hart- und Weich-PVC, ABS, Gummi, Dekorfolien und technischen Kunststoffbauteilen |
Warum 3M 1-Komponentenklebstoffe?
3M Einkomponenten-Klebstoffe ermöglichen wirtschaftliche und prozesssichere Klebeverbindungen in Industrie, Handwerk und Fertigung. Da die Produkte ohne vorheriges Mischen zweier Komponenten verarbeitet werden, lassen sich Dosierfehler vermeiden und Arbeitsabläufe vereinfachen. Je nach Klebstofftechnologie stehen Lösungen für flexible Materialverbindungen, dauerhafte Abdichtungen, schnelle Serienmontagen und anspruchsvolle Kunststoffverklebungen zur Verfügung. Typische Anwendungen finden sich im Fahrzeug- und Maschinenbau, in der Möbel- und Verpackungsindustrie sowie bei der Verarbeitung von Schaumstoffen, Textilien und technischen Kunststoffen. Entscheidend für die Auswahl sind die Materialkombination, die gewünschte Verarbeitungszeit und die erforderliche Beständigkeit der Verbindung.
Der 3M™ FastBond™ Schaumstoffklebstoff 1100NF eignet sich durch seine wasserbasierte Formulierung besonders für die Verklebung von Schaumstoffen und Textilien auf unterschiedlichen Untergründen und unterstützt emissionsarme Fertigungsprozesse. Der 3M™ Marine-Kleb-/Dichtstoff 4200FC bietet dagegen dauerelastische, wasserbeständige Verbindungen für den Boots- und Schiffbau, beispielsweise an Decksbeschlägen oder Bauteildurchführungen. Für kurze Fertigungstakte steht der 3M™ Scotch-Weld™ Schmelzklebstoff 3738 zur Verfügung. Er ermöglicht eine schnelle Weiterverarbeitung nach dem Abkühlen und eignet sich unter anderem für Holz, Kartonagen und industrielle Montagearbeiten. Der 3M™ Scotch-Weld™ Kunststoffklebstoff 1099 ist hingegen auf anspruchsvolle Verklebungen von Kunststoffen, insbesondere PVC und ABS, ausgelegt und bietet eine gute Beständigkeit gegenüber Ölen, Kraftstoffen und Weichmachern.
Die unterschiedlichen Verarbeitungssysteme erlauben eine gezielte Abstimmung auf manuelle Arbeitsplätze und industrielle Fertigungslinien. Während wasserbasierte Klebstoffe wie 1100NF beispielsweise für flächige Schaumstoffkaschierungen geeignet sind, lassen sich Schmelzklebstoffe wie 3738 mit passenden 3M™ Scotch-Weld™ Schmelzklebstoff-Auftragsgeräten effizient dosieren. Für den Marine-Kleb-/Dichtstoff 4200FC eignen sich je nach Gebinde passende Kartuschen- oder Schlauchbeutelpressen. Bei der Produktauswahl sollten insbesondere Auftragsverfahren, offene Zeit, Aushärte- beziehungsweise Abkühlverhalten und spätere Belastungen berücksichtigt werden. Lösemittelhaltige Produkte wie 1099 erfordern zudem geeignete Lüftungsmaßnahmen und die Beachtung der Sicherheitsdatenblätter.
Häufige Fragen
Was unterscheidet 3M™ Fast Tack 1000NF von 3M™ Scotch-Weld™ 540?
3M™ Fast Tack 1000NF
verwendet laut Produktvergleich wasserbasierter Acrylat-Haftklebstoff und ist insbesondere für Schaum, Dämmung, Holz, Filz, Textil, Kunststoffe und Metall vorgesehen.
3M™ Scotch-Weld™ 540
basiert dagegen auf einkomponentiger Polyurethan-Kleb-/Dichtstoff und wird für Fugen, Gehäuse, Fahrzeug- und Metallbau beschrieben. Ausschlaggebend ist, welche dieser Funktionen und Einsatzbedingungen beim konkreten Vorhaben tatsächlich gefordert sind.
Warum sind Untergrund und Oberflächenvorbereitung so wichtig?
Klebstoffe können nur zuverlässig haften, wenn sie den Untergrund benetzen und mit dessen Oberfläche verträglich sind. Öle, Trennmittel, Staub und ungeeignete Beschichtungen beeinträchtigen den Verbund. Je nach Werkstoff sind Reinigung, Anschleifen oder eine freigegebene Vorbehandlung sinnvoll; die Herstellerangaben sind maßgeblich.
Was unterscheidet Verarbeitungszeit und Aushärtezeit?
Die Verarbeitungszeit beschreibt, wie lange ein Klebstoff nach dem Ansetzen noch aufgebracht und gegebenenfalls positioniert werden kann. Handhabungsfestigkeit bedeutet nicht zwingend, dass bereits die volle Endfestigkeit erreicht ist. Temperatur, Schichtdicke und Mischverhältnis können den zeitlichen Verlauf beeinflussen.
Wann ist ein feuchtigkeitshärtender Klebstoff einem wasserbasierten System vorzuziehen?
Wenn eine elastische, fugenfüllende Verbindung gefordert ist und Feuchtigkeit zur Aushärtung verfügbar ist, kann ein feuchtigkeitshärtendes System sinnvoll sein. Wasserbasierte Systeme benötigen dagegen Bedingungen, unter denen Wasser aus der Klebfuge entweichen kann; auf beidseitig dichten Substraten ist das besonders zu prüfen.
Warum lassen sich zwei glatte, nicht saugende Bauteile mit manchen 1K-Systemen nur langsam verbinden?
Bei physikalisch trocknenden Klebstoffen muss Wasser oder Lösemittel aus der Fuge entweichen. Zwischen dichten Flächen erfolgt das nur eingeschränkt. Reaktiv härtende Systeme oder ein abweichender Fügeprozess können geeigneter sein; dafür sind Datenblatt und Klebversuch entscheidend.
Welche Auswirkungen hat eine zu dicke Klebstoffschicht auf den Prozess?
Je nach Chemie verlängert eine dicke Schicht die Durchhärtung oder verhindert das ausreichende Ablüften. Bei elastischen Kleb-/Dichtstoffen kann eine definierte Schichtdicke dagegen funktional nötig sein. Deshalb Spaltmaß und zulässige Schichtdicke produktspezifisch abstimmen.
Das passende Produkt auswählen
Bei 1K-Klebstoffen muss die Auswahl auf Fügematerialien, sichtbare Klebefuge und Belastungsart abgestimmt sein. Farbe beziehungsweise Transparenz, offene Zeit, Aushärtebedingungen, Viskosität einschließlich standfester NS-Varianten sowie die spätere Beständigkeit gegen Wärme, Wasser und Chemikalien sind dabei entscheidend.